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Arbeitsschutz beim Laserschneiden bedingt eine Absauganlage

blechbearbeitung-grüter

Bei metallverarbeitenden Betrieben mit hohen Qualitätsanforderungen hat sich das Laserschneiden als erster Schritt der Blechbearbeitung etabliert. Höheren Anschaffungskosten steht eine hohe Materialausnutzung bei geringsten Stückzahlen gegenüber. Dies wirkt sich positiv auf die Betriebskosten und damit auf den Werkstückpreis aus. Produktionsleiter entscheiden sich deshalb gezielt für eine vollautomatische Laserschneidanlage. Wie bei allen Werkzeugmaschinen ist beim Kauf einer solchen Anlage besonderer Wert auf den Arbeitsschutz des Anlagenbedieners zu legen. Hier bedeutet das, dass neben den üblichen Maßnahmen bei einer Laserschneidanlage zusätzlich eine effiziente Absaugunganlage installiert werden muss.

Hoher Energieeintrag führt zur Bildung von Feinstaub

Für den Schneidprozess überträgt der Laser eine große Energiemenge auf das Blech. Hierbei entstehen in der Regel Laserrauche und Feinstäube, die sich negativ auf das Arbeitsklima auswirken. Durch den hohen Energieeintrag entstehen Feinstäube mit sehr kleine Partikelgrößen, die durch ihre Lungengängigkeit krebserregend wirken können. Und in Abhängigkeit des bei der Blechbearbeitung eingesetzten Werkstoffes entstehen weitere gesundheitsgefährdende Stoffe. So ist der Anlagenbediener beim Laserschneiden von Edelstahl einer chromhaltigen Atmosphäre ausgesetzt, die bei dauerhafter Exposition ebenfalls zu einer Krebserkrankung führen kann. Anlagenbetreiber sind daher gesetzlich verpflichtet ihre Angestellten mit dem Einsatz einer effizienten Absauganlage zu schützen. Ein gleichbleibend niedriger Krankenstand und eine geringere Werkzeugverschmutzung sind weitere Argumente für die lohnende Investition in eine Absauganlage.

Trockenfilter sorgen für ein gesundes Arbeitsklima

Die meisten Lieferanten von Absauganlagen bieten für Laserschneidanlagen speziell entwickelte Trockenfilter an. Diese Filteranlagen nutzen die mechanische Abtrennung der Feinstäube mit Hilfe von luftdurchlässigen Filterelementen. Partikel einer bestimmten Größe werden zurückgehalten und mit integrierten Sammelbehältern entsorgt. Bei einer Luftrückführung in die Werkhalle wird eine zusätzliche Schwebstofffilterstufe eingesetzt. Mit dieser werden Abscheidegrade von größer 99,95 % erzielt und die Krebsgefahr gebannt.

Arbeitsschutz – effektiv und günstig

Weiter ist bei der Ausführung der Trockenfilter auf eine gezielte Ablufterfassung zu achten, da die Schneidanlagen meist in offener Bauweise ausgeführt werden. Hierdurch kann das abzusaugende Luftvolumen reduziert werden, was zu einer deutlichen Verringerung der Anschaffungskosten führt. Beim Brandschutz darf allerdings nicht gespart werden. Ein Funkenvorabscheider ist deshalb unbedingt vorzusehen, um ein Entzünden von bereits abgeschiedenem Metallstaub zu vermeiden. Wenn Anlagenbetreiber diese Punkte beachten, investieren sie in die Sicherheit ihrer Angestellten zu vertretbaren Kosten.